SUNU GOKH: FACES OF THE FUTURE

Gesicht zeigen für eine saubere und friedliche Zukunft! Das eigene Viertel fest im Blick haben. Unser Viertel, unsere Umwelt, unsere Stadt.

Mit der Streetart-Aktion „Sunu Gokh (unser Viertel): Faces of the future“ im Oktober 2016 regte ein kleines Team von Système-D in der südsenegalesischen Hafenstadt Ziguinchor im Viertel Kulumba Müllvermeidung, zivilgesellschaftliches Engagement und die Wertschätzung für das eigene Wohnviertel an.

Übergroße Portraitfotos des Hamburger Fotografen Niculai Constantinescu der engagierten BürgerInnen wurden gemeinsam mit den AnwohnerInnen dafür an die graubetonierten Häuserwände plakatiert. Sie sind die Gesichter der Zukunft, sie geben Mut weiterzumachen!

Die 80 Foto-Plakate zeigen Portraits von den jungen Menschen aus dem Viertel Kulumba, die sich für die Verbesserung der Lebenssituation der Gemeinschaft in vorigen Projekten eingesetzt haben.

Die Portraits werden daran erinnern, dass wir unsere zukünftige Existenz in einer sauberen und friedlichen Umwelt fest im Blick haben und dafür jetzt und jeden Tag eintreten müssen.

Das Projekt wurde finanziert mit Hilfe einer Spendenaktion auf betterplace.de

Alle Infos und Video: https://www.betterplace.org/de/projects/47798-sunu-gokh-faces-of-the-future-engagement-fur-unser-viertel
(Die Spendenaktion und auch das Projekt laufen noch weiter)

[youtube https://www.youtube.com/watch?v=C304LdOVn5g&w=560&h=315]

DE-PLASTIFIZIERE DEIN LEBEN!

ZIGUINCHOR – EPINAY-SUR-SEINE – HAMBURG – AMSTERDAM 2015-2016

Unter dem Motto „De-plastifiziere dein Leben! De-plastifier ta vie! M’Bous bakhoul!“ realisierte die Initiative Système-D im September 2015 (5.-13.9.) in Hamburg den ersten Teil einer großen tri-nationalen Begegnung zwischen 30 jungen Erwachsenen aus Hamburg/Deutschland, Epinay-sur-Seine und Aubervilliers/Frankreich und Ziguinchor/Senegal.

In künstlerisch-medialen Werkstätten (Up-Cycling; Recherche- und Film; Theater-Performance) wurden zur Thematik der Plastikvermeidung Informationen gesammelt, ausgetauscht und in der Öffentlichkeit präsentiert. Die Begegnung schuf außerdem Raum für Reflexion zu Kultur und Sprache und Austausch über global-lokale Zusammenhänge von verschieden erlebten Realitäten und Umgang mit Müll. Die Ergebnisse der Werkstätten wurden auf dem Jugend-Umwelt-Forum ‚Der Planet in deinen Händen’ des DFJW/OFAJ am 12.9.2015 präsentiert. Außerdem hat eine Delegation das Projekt auf dem Elb-Klimacamp am Falkensteiner Ufer vom 17.-20.9.2015 von Hajusom e.V. präsentiert.


Im zweiten Teil des Projektes

vom 7. Mai bis zum 21. Mai 2016 trafen sich die gleichen jungen Erwachsenen aus dem Senegal, Frankreich, Deutschland und zusätzlich der Niederlande in der südsenegalischen Stadt Ziguinchor. Unter dem Motto „Palaver Platz – Unsere Umwelt, unser Engagement“ befreiten die Teilnehmenden Hand in Hand mit den AnwohnerInnen einen brach liegenden Platz vom Müll und verwandelten ihn in einen place à palabre – einen Gemeinschaftsplatz. Inspiriert wurde dieses Bauvorhaben von der ursprünglichen Form der Konfliktlösung der Region. Unter dem ‚l’arbre à palabre’, dem Palaverbaum, versammelten und diskutierten früher die BewohnerInnen, bis sie einen Konsens fanden. Es entstand ein Basketballplatz, umrahmt von Spielgeräten aus alten Autoreifen und Holzbänken.

Hintergrund für das Projekt in der Stadt Ziguinchor ist die massive Verschmutzung durch Plastiktüten durch den unmittelbar angrenzenden Markt in dem Viertel Boucotte-Kulumba. Obwohl im Januar 2016 das Plastiktüten-Verbot im Senegal eingeführt wurde, prägen die ultradünnen bunten Tüten weiterhin das Straßenbild der Stadt. Neben dem Bauvorhaben des „Palaver-Platzes“ zeigen die Projekt-TeilnehmerInnen in kreativen Workshops mit der Herstellung von Jutebeuteln und traditionellen Kalebassen (getrocknete Kürbisse) regional umsetzbare Alternativen zu Plastiktüten, die in einem großen Demonstrationszug auf dem Markt auch kundgetan wurden. An umliegenden Schulen vermittelten sie den SchülerInnen auf spielerische Weise die gesundheitlichen Risiken von Plastikmüll und die Gefahren für die Umwelt.

Den Abschluss krönte ein Einweihungsfest mit Urban Rap, den im Senegal traditionellen Ringkämpfen, einem Calebassen-Catwalk, Saitenspiel der Xalam und akustischen Klängen des Orchestre Casamance. Geschätzte dreihundert Menschen verfolgten gebannt die Akrobatikeinlage und stürmten am Ende begeistert auf den Platz. Damit war die Einweihung perfekt.

Partner:
Hajusom e.V. (Hamburg)
REESO reseau d´echange, d´entraide, solidaire et organise (Epinay-sur-Seine, Il-de-France/Paris)
ASC-Kulumba Association Sportive et Culturelle (Ziguinchor/Senegal)
Havelar’s Engaged Youth (HEY!) (Amsterdam)

photography copyright niculai constantinescu

In Kooperation mit: Hajusom e.V., Haus der Familie bei der Schilleroper, Haus Drei
Gefördert von: DFJW, Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration, Robert Bosch Stiftung / On y va!

EINFÄLLE STATT ABFÄLLE

ZIGUINCHOR – AUBERVILLIERS – HAMBURG 2013-2014

Mit der Devise „Einfälle statt Abfälle!“ erforschte das tri-nationale Team von Système-D im Jahr 2013/14 den Müllwahnsinn im Süden Senegals.

Ein Team aus Sozialpädagogen, Fotografen, Studierende, Theaterschaffende aus Ziguinchor/Senegal, Hamburg/Deutschland und Aubervillers-Ile de France/Frankreich machte eine künstlerische Recherche über Müll und setzte gemeinsam mit den Jugendlichen des Viertels Kulumba in Ziguinchor in mehreren Aktions-Performances im öffentlichen Raum eigene Einfälle gegen Abfälle um.

Dies war die erste Begegnung des Teams und ein Pilotprojekt, dass im Senegal stattfand. Hier lernte das Team von den Debrouillard-Meistern, die es im Senegal viele gibt. Wer Système-D-Talente hat, der meistert hier geschickt seinen Alltag – aus der Not wird eine Tugend. Ob bei der Auto- und Zweiradreparatur, wenn geeignete Ersatzteile erfunden werden, da die Originalteile nicht vorhanden sind; oder ob im alltäglichen Überlebenskampf, wenn auf der ständigen Suche nach kleinen Jobs und Tagesgeld multifunktionale Berufe ausgeführt werden – sehr oft heißt es beim Begrüßungsritual auf Wolof „Naka affaire yi?“ („Wie laufen die Geschäfte?“) und die Antwort lautet dann „Mangui gorgorlou“ oder „Je me débrouilles“ („Ich komm zurecht, ich schlage mich durch“).

Geübt in Système-D-Tricks und als eingespieltes Team wurde bereits während des Treffens eine tri-nationale junge Begegnung geplant in den nächsten Jahren umzusetzen, um aus globaler Perspektive lokalen Umgang mit Müll in Ziguinchor-Aubervilliers-Hamburg zu untersuchen und über die Rechercheergebnisse in (künstlerischen) Aktionen öffentlich zu berichten.

 

Deutsche Partnerinstitution: Hajusom e.V., Hamburg

Französische Partnerinstitution: Association d’aide culturelle et sociale de la Seine Saint Denise (AACSSSD), Aubervilliers

Senegalesische Partnerinstitution: ASC Kulumba (Association Sportive et Culturelle de Kulumba), Ziguinchor

Gefördert von: Ideenwettbewerb „On y va! – Auf geht´s!“ der Robert Bosch Stiftung Gesponsort von: der Botschaft der Republik Senegal in Deutschland

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Mit dieser Aktion wurde Systéme-D erster Preisträger des Ideenwettbewerbs „On y va! – Auf geht’s!“ der Robert Bosch Stiftung.

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